38% von Kindern unter 2 Jahren benutzen Tablets und Smartphones

Etwa zwei von fünf Kleinkindern unter 2 Jahren haben schon ein Tablet oder Smartphone benutzt, so eine amerikanische Studie der Common Sense Media.

Die Studie, die auch schon 2011 durchgeführt wurde, zeigt einen klaren Trend zur frühen Verwendung von Tablets und Smartphones. Drei von vier Kindern haben Zugang zu mobilen Geräten zu Hause. Die Anzahl der Smartphones ist seit 2011 um 22% gestiegen, die Anzahl der Tablet PCs hat sich verfünffacht.

Die Anzahl der Kinder (unter 8 Jahren), die bereits mobile Geräte benutzt haben, hat sich von 38% auf 72% in den letzten zwei Jahren fast verdoppelt. Die durchschnittliche Dauer, die Kinder mit den Geräten verbringen, hat sich derweil von 5 auf 15 Minuten verdreifacht.

Die Verwendung traditioneller Medien wie Fernseher, DVDs etc ist dabei etwas zurückgegangen, aber der Fernseher dominiert mit 50% nach wie vor die Zeit die Kinder vor einem Bildschirm verbringen.

Zur Frage, wozu die mobilen Geräte vorwiegend benutzt werden, hat sich das Profil auf der rechten Seite ergeben. Nach wie vor ist das Spielen die populärste Verwendungsform von Tablets und Smartphones. Während immer noch nicht viele Kinder auf den Geräten lesen, ist die Anzahl von nur 4% auf 30% doch deutlich angestiegen.

Die Studie konnte auch einige Unterschiede zwischen Familien mit größerem Einkommen zu einkommensschwächeren Familien identifizieren. Die Anzahl der Tablets unter ärmeren Familien ist zwar von 2% auf 20% deutlich angestiegen, liegt aber noch deutlich unter den 63% der reicheren Familien, die Tablets besitzen.

Ein weiterer Unterschied ist die Verwendung von lehrreichen Inhalten auf Tablets und Smartphones. Ganze 54% der Kinder einkommensstarker Familien benutzen lehrreiche Apps und Inhalte auf ihren mobilen Geräten. Im Vergleich liegt diese Zahl bei nur 28% bei ärmeren Familien.

Die Studie bezieht sich zwar nur auf Kinder in den USA, aber einen zumindest ähnlichen Trend könnte man auch in Deutschland erwarten. Wie diese Entwicklung zu Bewerten ist, ist natürlich eine völlig andere Frage.